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Artischocke (Cynara scolymus)

Die Artischocke wird aufgrund ihrer zahlreichen gesundheitsfördernden Eigenschaften als Heilpflanze geschätzt. Sie enthält Wirkstoffe, insbesondere Cynarin, die die Verdauung fördern, den Cholesterinspiegel regulieren und Leberfunktion unterstützen können. Daher wird die Artischocke oft zur Unterstützung von Lebererkrankungen, Verdauungsbeschwerden und zur Förderung des allgemeinen Wohlbefindens eingesetzt.


Die Artischocke - die Pflanze

Die Artischocke, eine uralte Gemüse- und Heilpflanze aus dem Mittelmeerraum. Sie gehört zu den distelartigen, robusten Kulturpflanzen der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Angebaut wird sie wegen ihrer essbaren knospigen Blütenstände, die als Gemüse verzehrt werden. Diese mehrjährige Pflanze kann bis zu fünf Jahre lang Blütenknospen ausbilden, wobei im ersten Jahr in der Regel nur eine Blattrosette entsteht.

Die Wirkungen von Artischocke

Die Artischocke hat verschiedene gesundheitsfördernde Wirkungen, wie

Leberstimulation und Gallenproduktion: Der Hauptwirkstoff Cynarin, der in Artischocken vorkommt, wird mit der Stimulierung der Leberfunktion und einer erhöhten Produktion von Gallenflüssigkeit in Verbindung gebracht. Dies kann die Verdauung fördern und bei Beschwerden wie Blähungen und Völlegefühl unterstützen.

Cholesterinsenkung: Artischockenextrakte können die Umwandlung von Cholesterin in Gallensäuren fördern. Dieser Mechanismus könnte zu einer Senkung des Gesamtcholesterinspiegels beitragen und somit das Risiko von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren.

Antioxidative Eigenschaften: Artischocken enthalten Antioxidantien wie Flavonoide und Phenolsäuren, die dazu beitragen können, Zellen vor oxidativem Stress zu schützen. Dies ist wichtig für die allgemeine Gesundheit und kann entzündlichen Prozessen entgegenwirken.

Verdauungsförderung: Die Förderung der Gallenproduktion unterstützt nicht nur die Fettverdauung, sondern kann auch bei der Regulierung des Stuhlgangs helfen.

 

Die Inhaltstoffe von Artischocke

Die Artischocke enthält eine Vielzahl von bioaktiven Verbindungen, darunter:

Cynarin: Dieser Hauptwirkstoff der Artischocke ist für die Stimulierung der Leberfunktion und die Erhöhung der Gallenproduktion verantwortlich.

Flavonoide: Artischocken enthalten verschiedene Flavonoide, darunter Luteolin und Quercetin, die als Antioxidantien wirken und Zellschäden durch freie Radikale reduzieren können.

Phenolsäuren: Dazu gehören Chlorogensäure und Kaffeesäure, die ebenfalls antioxidative Eigenschaften aufweisen und entzündungshemmend wirken.

Inulin: Ein Ballaststoff, der die Verdauung fördert und positive Auswirkungen auf die Darmflora haben kann.

Vitamine und Mineralstoffe: Artischocken enthalten z.B. Vitamin C, Vitamin K, Folsäure sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Eisen.

Phytosterine: Pflanzliche Sterine, die eine cholesterinsenkende Wirkung haben können.


Nebenwirkungen und Wechselwirkungen

Artischocken gelten in der Regel als sicher und gut verträglich, aber es können dennoch einige Nebenwirkungen auftreten, insbesondere bei übermäßigem Verzehr oder bei bestimmten gesundheitlichen Bedingungen.

Mögliche Nebenwirkungen:

Magen-Darm-Beschwerden: Einige Personen können leichte Magen-Darm-Beschwerden wie Blähungen, Durchfall oder Bauchkrämpfe erleben.

Allergische Reaktionen: Personen mit einer Allergie gegen Korbblütler, zu denen auch die Artischocke gehört, sollten vorsichtig sein, da allergische Reaktionen auftreten können.

Gallenwegsprobleme: Menschen mit Gallensteinen oder anderen Erkrankungen der Gallenwege sollten vor der Verwendung von Artischockenextrakten einen Arzt konsultieren, da die Stimulierung der Gallenproduktion zu Komplikationen führen kann.

Wechselwirkungen mit Medikamenten:

Medikamente für die Leber: Artischockenextrakte könnten die Wirkung von Medikamenten beeinflussen, die auf die Leber abzielen, wie zum Beispiel bestimmte Statine (Cholesterinsenker), Immunsuppressiva oder Antipsychotika. Die gleichzeitige Anwendung könnte die Effizienz dieser Medikamente beeinträchtigen oder auch verstärken.

Blutverdünner (Antikoagulantien): Artischocken können eine blutverdünnende Wirkung haben. Bei gleichzeitiger Einnahme mit blutverdünnenden Medikamenten wie Warfarin besteht das Risiko von verstärkten Blutungsneigungen.

Antidiabetika: Artischocken können den Blutzuckerspiegel senken. Bei gleichzeitiger Anwendung mit Medikamenten zur Blutzuckerkontrolle besteht das Risiko einer übermäßigen Blutzuckersenkung.

 

Es ist wichtig, vor der Einnahme von hochdosierten Artischockenextrakten mit einem Arzt oder Therapeuten zu sprechen, insbesondere für Personen, die regelmäßig verschreibungspflichtige Medikamente einnehmen. Dadurch können mögliche Wechselwirkungen vermieden und die Sicherheit der Anwendung gewährleistet werden.


Die Anwendung von Mariendistel

Die Artischocke kann in verschiedenen Formen genutzt werden:

Frische Artischocken: Die Blütenköpfe der Artischocke können als Gemüse zubereitet und gekocht oder gedünstet werden.

Artischockenherzen in Dosen oder Gläsern: Diese sind eine praktische Option für diejenigen, die keine frischen Artischocken zur Verfügung haben. Sie können als Zutat in Salaten oder anderen Gerichten verwendet werden.

Artischockenextrakte: In Form von Kapseln, Tabletten oder Tinkturen sind diese erhältlich und können als Nahrungsergänzungsmittel eingenommen werden.

Artischocken-Tee: Aus getrockneten Artischockenblättern kann Tee hergestellt werden, der für seine verdauungsfördernden Eigenschaften geschätzt wird.

 

Die Wahl der Anwendungsform hängt von den individuellen Vorlieben und dem angestrebten Nutzen ab. Bei der Verwendung von Artischockenextrakten oder Nahrungsergänzungsmitteln ist es wichtig, die empfohlenen Dosierungen zu beachten und gegebenenfalls Rücksprache mit einem Fachmann zu halten.

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