Zungendiagnose

Die Zungendiagnose ist Bestandteil der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM). Allerdings ist dieses Diagnoseverfahren keine reine chinesische Entdeckung. Sie hat auch ganz eigenständige Wurzeln in der abendländischen Naturheilkunde.

Bei der Zungendiagnostik werden Oberfläche, Größe, Form, Spannkraft und Beweglichkeit sowie die Unterseite, hier besonders die Venen (Blutgefäße) der Zunge betrachtet. Dabei sieht man die Zunge als Träger von Reflexzonen für den gesamten Körper. Die Zungenspitze entspricht demnach Herz und Lunge, die Mitte Milz und Magen, die Ränder Leber und Galle.

Bei der Zungendiagnostik spielen folgende Parameter eine Rolle:

  • Welche Farbe hat die Zunge?

  • Ist die Zunge geschwollen oder geschrumpft?

  • Ist Belag vorhanden?

  • Welche Farbe hat er?

  • Weist der Belag Flecken oder Punkte auf?

  • Zeigt die Zunge Furchen, Falten oder Zahneindrücke?

 

Eine gesunde Zunge ist grau-rosa, samtartig, feucht und hat eine gleichmäßige Oberfläche. Abweichungen weisen auf Gesundheitsstörungen hin. Dabei achtet der Therapeut besonders darauf, ob die Veränderungen die ganze Zunge oder bestimmte Bereiche wie z. B. eine Seite, die Spitze oder die Mittellinie betreffen.